In ihrer im Studio des Maxim Gorki Theaters uraufgeführten Solo-Show setzt sich Orit Nahmias mit der Angst vor dem Tod und der Lust am Leben auseinander. Mit brutaler Ehrlichkeit und Selbstironie taucht sie in die verworrene Schnittmenge von Liebe, Sex, Trauma und Politik ein – sich der Brisanz dieser Themen vollauf bewusst.
Das Gastspiel findet am 27. Juni 2026 um 18 Uhr im Oval Office am Schauspielhaus Bochum statt.
von Sibyl Kempson Regie: Sibyl Kempson und Daniel Brunet Originalmusik von Robert M. Johanson (Nature Theatre of Oklahoma) Performed by Sibyl Kempson, Robert M. Johanson and Daniel Brunet
Henrik Ibsen hat einige der berühmtesten Frauenfiguren der Theatergeschichte geschaffen. Doch was würden diese Frauen sagen, wenn sie nicht mehr an seinen Text gebunden wären und endlich selbst erzählen könnten, wer sie sind?
In einem skurrilen Workshop für „genesende Ibsen-Frauen“ treffen Nora, Hedda Gabler und andere Heldinnen aufeinander, um ihre eigene Version der Geschichte zu erzählen. Sie sprechen über Fehlinterpretationen, falsche Zuschreibungen, misslungene Übersetzungen, Mansplaining und alles, was ihr Autor ihrer Meinung nach falsch verstanden hat.
Zwischen Konzert, Komödie und feministischer Neuverhandlung des Theaterkanons lässt Sibyl Kempson Ibsens Figuren aus ihren Rollen ausbrechen und sich selbst neu erfinden.
Die Uraufführung findet am 24. Juni 2026 um 20 Uhr am English Theatre Berlin statt. Weitere Aufführungen am 25. bis 27. Juni 2026.
MOZART. SCHWARZENEGGER. HITLER Eine Musikperformance von Isabella Sedlak
Regie und Konzept: Isabella Sedlak Musik: Thomas Moked Blum
»Mozart. Schwarzenegger. Hitler.« – drei Namen, die für Österreich stehen. Diese musikalisch-szenische Performance lässt Mozart auf die Gegenwart treffen: zwischen TikTok und Rokoko entsteht eine Figur, die Genie, Popstar und Ausgebeuteter zugleich ist.
Autorin und Regisseurin Isabella Sedlak und Musiker Thomas Moked Blum verschränken Mozarts Melodien mit jüdischen, arabischen und lateinamerikanischen Traditionen – grotesk-humorvoll, hochpolitisch und eine Liebeserklärung an Mozart als transkulturellen Künstler im permanenten Remix. Als eine von vier Gewinnerproduktionen des Regiewettbewerbs »To the Edges« am Nationaltheater Mannheim wird die Musikperformance im Rahmen des Festivals Mannheimer Sommer zur Uraufführung gebracht.
Die Uraufführung im Rahmen des Mannheimer Sommer 2026 findet am 18. Juni 2026 um 20:30 Uhr im Festivalzentrum am Nationaltheater Mannheim statt.
Weitere Aufführungstermine am 19. und 21. Juni 2026.
Der Preis wurde im Rahmen der Jahrestagung des Deutschen Bühnenvereins in diesem Jahr mit dem Schwerpunkt »Theater als demokratischer Raum« verliehen. Er ehrt Theatermacher:innen und szenische Gestalter:innen, die mit der Öffnung des Raumes experimentieren – im wörtlichen wie im übertragenen Sinne.
Aus der Jury-Begründung: »Calle Fuhrs Theater schafft demokratische Erfahrungsräume: Mit großer inhaltlicher Präzision öffnet er Bühnen für Ambivalenz und öffentliche Auseinandersetzung. Seine Inszenierungen ermöglichen Begegnung statt Abgrenzung – und machen Theater zu einem Ort, an dem gesellschaftliche Konflikte gemeinsam verhandelbar werden«.
KRIEG UND FRIEDEN. Ein Bühnenessay über Russland, die Ukraine und die Wehrpflicht
von Calle Fuhr in Kooperation mit CORRECTIV
Eine Produktion des Schauspiel Köln
In seinem neuen Bühnenessay stellt sich Calle Fuhr der Frage, wie eine zeitgemäße Sicherheitspolitik aussehen könnte. Braucht Deutschland wieder eine Wehrpflicht? Oder ist die neue Aufrüstung einfach übertrieben? Auf der Suche nach Antworten durchleuchtet er die Geschichte von Wladimir Putin, die Korruption rund um die Nordstream Pipelines und Russlands Strategien, um westlichen Demokratien zu schaden.
Das Gastspiel im Rahmen der Autor:innenTheaterTage 2026 findet am 13. Juni 2026 um 20:30 Uhr am Deutschen Theater statt.
Nach dem Roman von Lucas Rijneveld Aus dem Niederländischen von Helga van Beuningen
Regie: Leonie Böhm
Kostüm: Belle Santos
MEIN KLEINES PRACHTTIER handelt von einem Mann, der einer fatalen Leidenschaft nachgibt, und einer jungen Frau auf der Suche nach Geborgenheit und einem Platz im Leben – und von der zunehmenden Faszination, die beide füreinander entwickeln. In Leonie Böhms Inzenierung, für die Belle Santos das Kostümbild entwirft, wird die imaginierte Perspektive eines Mannes, der sich gnadenlos mit dem eigenen Gewaltpotenzial auseinandersetzt, zum Ausgangspunkt für eine spielerische Untersuchung von drei Frauen.
Die Premiere findet am 13. Juni 2026 um 20 Uhr im Schauspielhaus der Münchner Kammerspiele statt.
Anna Stiepani überschreibt den großen Klassiker, in dem der Wissenschaftler zum Opfer seiner eigenen Ambitionen wird und die Grenzen zwischen Schöpfung und Selbstbestimmung verschwimmen, und geht mit dem zeitlosen Mythos Frankenstein der Frage nach: Was macht uns menschlich?
Die Premiere findet am 30. Mai 2026 um 19:30 Uhr im Theater im Werftpark am Theater Kiel statt.
von Roy Chen
übersetzt von Matthias Naumann
Musik: Thomas Moked Blum
In Roy Chens Stück für das Schauspiel Frankfurt fordern die Figuren aus Kafkas letztem Buch ihren Platz in der Geschichte ein. Sie sind vier Zirkusartisten, nicht besonders erfolgreich, aber unbestreitbar einzigartig. Sie spiegeln die Opfer wider, die die Kunst den Künstler:innen abverlangt: Muss ein Künstler immer hungrig sein? Wie ausgiebig muss das Monster namens Publikum gefüttert werden, bevor es zufrieden ist? Wo ist die Grenze zwischen Bühne und Privatleben? Kann man überhaupt Kunst machen, ohne das eigene Leben dafür zu opfern?
Der in Deutschland lebende Regisseur Dor Aloni und der in Israel bekannte Autor Roy Chen tauchen in dieser Zusammenarbeit in das Universum von Franz Kafka ein und finden Figuren, die in der Auseinandersetzung mit ihrer Kunst Fragen von Moral, Ruhm, Identität und Zugehörigkeit verhandeln.
Die Uraufführung findet am 22. Mai 2026 um 20 Uhr am Schauspiel Frankfurt (Kammerspiele) statt.
ENDLICH
Ein Musiktheater von Asia Ahmetjanova und Franziska Angerer
Uraufführung am 10. Mai 2026 in der Freiheitshalle München
im Rahmen der Münchener Biennale – Festival für neues Musiktheater
Koproduktion der Münchener Biennale und Deutschen Oper Berlin
Nach der Uraufführung in München kommt die Musiktheaterproduktion ENDLICH nun nach Berlin. Es geht darin um das Verhältnis zum Tod und unseren Umgang mit dem eigenen Verfall. Mit einer Gruppe von alten Menschen wird das Publikum mit dem Blick auf die eigene Endlichkeit und das Alter mit all seinen Zuschreibungen konfrontiert. In poetischen Bildern entsteht ein gemeinschaftliches Ritual zwischen Mythologie und Performance, das nach einer lustvollen Hingabe zu dieser letzten Konsequenz des Lebens sucht.
Die Berlin-Premiere findet am 22. Mai 2026 um 20 Uhr in der Tischlerei an der Deutschen Oper Berlin statt.
Im Rahmen der offiziellen Eröffnung des PLUG & PLAY Theaterfestival für junge Regie wurde am 14. Mai 2026 zum dritten Mal das Carl-Zuckmayer-Arbeitsstipendium des Ministeriums für Familie, Frauen, Kultur und Integration am Staatstheater Mainz verliehen.
Ihr wird das Stipendium zur Förderung der europäischen Gegenwartsdramatik und zur Erinnerung an den politischen Dramatiker Carl Zuckmayer für das Konzept eines neu zu schreibenden Theaterstücks mit dem Titel Pech entkommt man nicht. Ein Aufstiegsmärchen (frei nach Frau Holle). Im Rahmen des nächsten PLUG&PLAY Festivals wird der neue Stücktext in einer Lesung der Öffentlichkeit vorgestellt.
„Mit Lola Fuchs erhält dieses Jahr eine junge Dramatikerin, Schauspielerin und Regisseurin das Carl-Zuckmayer-Arbeitsstipendium, die mit großer künstlerischer Eigenständigkeit und einem feinen Gespür für gesellschaftliche Themen überzeugt.“, würdigt Kulturministerin Katharina Binz die Preisträgerin.