12.09.2026 UA: DER ABEND VOR DEM DANACH von Lisa Wentz am Schauspiel Frankfurt

DER ABEND VOR DEM DANACH
von Lisa Wentz

Eine Dinnerparty in der Villa eines wohlhabenden Finanziers wird zum Schauplatz einer sich langsam zuspitzenden Konfrontation: Luca, ein ehrgeiziger junger Banker, erscheint mit seiner Frau Irene, um mit seinem Chef Gabriel einen Deal zu feiern – doch Gabriels geheimnisvolle neue Freundin Alexandra hat ganz eigene Pläne für diesen Abend. Während Höflichkeiten in Konfrontation umschlagen, zerlegt Alexandra methodisch die Männerwelt aus Verleugnung, Geld und gegenseitigem Schutz.

Die Uraufführung findet am 12. September 2026 um 20 Uhr am Schauspiel Frankfurt (Kammerspiele) statt.

12.09.2026 Premiere: Martina Gredler inszeniert COSÌ FAN TUTT*E am Theater Magdeburg

COSÌ FAN TUTT*E

Regie: Martina Gredler

Der Musikwissenschaftler Wolfgang Rehm bezeichnete Mozarts Così fan tutte als Abschiedswerk: „Das Thema ist nicht nur der Abschied von einer Illusion, einer Lebenslüge, sondern auch der Abschied von einer Lebens- und Liebesform.“ In der Inszenierung von Martina Gredler wird diese Deutung auf den aktuellen Paradigmenwechsel übertragen:
Was bleibt vom Menschsein, wenn Lieben und Begehren in virtuelle Welten und auf virtuelle Partner:innen verlagert werden? Können sich Fiordiligi und Dorabella in Chatbots verlieben?

Die Premiere findet am 12. September 2026 um 19:30 Uhr am Theater Magdeburg (Opernhaus Bühne) statt.

10.09.2026 Premiere: MACBETH am Volkstheater Wien | Rieke Süßkow (Regie), Mirjam Stängl (Bühne), Sabrina Bosshard (Kostüme)

MACBETH nach William Shakespeare*

Regie: Rieke Süßkow
Bühne: Mirjam Stängl
Kostüme: Sabrina Bosshard

Entstanden um 1606, verbindet MACBETH historische Ereignisse mit übernatürlichen Elementen, inneren Konflikten und dem Blick in menschliche Abgründe. Rieke Süßkow nutzt Elemente von Figuren- und Objekttheater, um Shakespeares düsteres Werk von der Brüchigkeit zivilisatorischer Fassaden und der psychischen Deformation durch Macht mit Bildwelten und Ästhetik des Online-Gamings zu verbinden. Jede Wendung im Spiel um die Macht beeinflusst Macbeth und seine Lady. Und jede ihrer Taten verändert die Welt. Bis zum Wahnsinn.

Die Premiere findet am 10. September 2026 um 19:30 Uhr am Volkstheater Wien statt.

*übersetzt als „Die Tragödie des Macbeth“ von Thomas Brasch

05.09.2026 Premiere: Anna Stiepani inszeniert DER TOLLSTE TAG am Theater in der Josefstadt

DER TOLLSTE TAG

von Peter Turrini
Regie: Anna Stiepani

Beaumarchais’ Komödie galt schon 1784 als politischer Skandal. Peter Turrini schrieb sie 1972 rigoros um und stellte sich die Frage: Was geschieht, wenn uns die Komödie nicht mehr retten kann?
Der Blick auf eine Elite, die sich an den ihr untergebenen Frauen vergeht, ist erschreckend aktuell.

Die Premiere findet am 5. September 2026 um 19:30 Uhr am Theater in der Josefstadt (Kammerspiele) in Wien statt.

05.09.2026 UA: FEJK von Yael Ronen am Dramaten in Stockholm!

FEJK (FAKE)

Text und Regie: Yael Ronen

Eine feministische Podcasterin, deren Ehe gerade spektakulär implodiert. Ein alternder schwedischer Popstar, der darauf besteht, Spanier zu sein, und verzweifelt versucht, an seiner Jugend festzuhalten – und an seinem sehr viel jüngeren Freund, der herausfinden will, wer er wirklich ist. Eine Self-Help-Ikone, die sich ein Imperium damit aufgebaut hat, anderen beizubringen, wie man die Geschichten seines Lebens neu schreibt, während sie ihr eigenes vielleicht doch nicht ganz so gut im Griff hat. Und zwei junge Journalist:innen, die in ihrer Beziehung radikale Ehrlichkeit praktizieren und entdecken, dass man sich, wenn einem die Realität nicht passt, jederzeit eine bessere erschaffen kann.

In FEJK (FAKE) richtet die gefeierte Autorin und Regisseurin Yael Ronen ihren scharfen komödiantischen Blick auf eine Welt, in der alle damit beschäftigt sind, die bestmögliche Version ihrer selbst zu konstruieren. Was mit kleinen Korrekturen an der eigenen Wirklichkeit beginnt, entwickelt sich zu falschen Identitäten, inszenierten Skandalen, fragwürdigen Wahrheiten und sehr menschlichen Gefühlen. Wenn wir uns ohnehin alle selbst performen – was macht dann eigentlich ein Selbst realer als ein anderes?

FEJK (FAKE) ist eine bissige Komödie über Liebe, Klasse, Identität, Selbstoptimierung, KI und unseren zunehmend kreativen Umgang mit der Wahrheit.

 

Die Uraufführung findet am 5. September 2026 um 19 Uhr am Dramaten in Stockholm statt.

Mehmet Akif Büyükatalay erhält Residenzstipendium der Stadt Köln in Partnerstadt Istanbul!

Mehmet Akif Büyükatalay © German Films/ Marcus Höhn

Die Stadt Köln vergibt das Residenzstipendium im “Atelier Galata” im Bereich Bildende Kunst an Mehmet Akif Büyükatalay. Ein internationaler Austausch sei für die Stadt Köln als Kunst- und Kulturstandort von zentraler Bedeutung und die Residenz in Istanbul trage dazu bei, die langjährige Städtepartnerschaft zu vertiefen und die lokale Szene durch künstlerische Vernetzung nachhaltig zu stärken. Mehmet Akif Büyükatalay wurde als Stipendiat im “Atelier Galata” für die Monate August und September ausgewählt.

Aus der Jurybegründung:
„In dem Essayfilm ,Kairo, Hagen, Istanbul‘ nimmt Mehmet Akif Büyükatalay den Film ,Minyeli Abdullah‘ (Abdullah aus Minya) aus der Bewegung des ‘Weißen Kinos’ zum Ausgangspunkt einer filmischen Recherche. Dabei wird ein Kreislauf von Übersetzungs- und Transformationsprozessen von Kairo, über Istanbul nach Hagen verfolgt: Von einem originär türkischen Narrativ, über dessen Übersetzung in die Form einer Märtyrergeschichte des kolonialen Ägyptens, zu seiner Rezeption und ideologischen Sinnstiftung innerhalb der türkischen Diaspora in Deutschland. Istanbul fungiert dabei als zentraler Raum der Übersetzung und steht im Mittelpunkt der Recherche. Die Jury hat die komplexe Verschränkung von historischen, theologischen und ideologischen sowie medientheoretischen Narrativen in einer persönlichen Reflexion über Erfahrungen von Ohnmacht und den Sehnsüchten der türkischen Diaspora beeindruckt.”

27.06.2026 Gastspiel: MAKE LOVE NOT WAR von Orit Nahmias am Schauspielhaus Bochum

MAKE LOVE NOT WAR.
A (ONE NIGHT) STAND-UP SHOW

von und mit Orit Nahmias

© Ute Langkafel MAIFOTO

In ihrer im Studio des Maxim Gorki Theaters uraufgeführten Solo-Show setzt sich Orit Nahmias mit der Angst vor dem Tod und der Lust am Leben auseinander. Mit brutaler Ehrlichkeit und Selbstironie taucht sie in die verworrene Schnittmenge von Liebe, Sex, Trauma und Politik ein – sich der Brisanz dieser Themen vollauf bewusst.

Das Gastspiel findet am 27. Juni 2026 um 18 Uhr im Oval Office am Schauspielhaus Bochum statt. 

24.06.2026 UA: A BEE IN THE HEART OF HER von Sibyl Kempson am English Theatre Berlin

A BEE IN THE HEART OF HER

von Sibyl Kempson
Regie: Sibyl Kempson und Daniel Brunet
Originalmusik von Robert M. Johanson (Nature Theatre of Oklahoma)
Performed by Sibyl Kempson, Robert M. Johanson and Daniel Brunet

Henrik Ibsen hat einige der berühmtesten Frauenfiguren der Theatergeschichte geschaffen. Doch was würden diese Frauen sagen, wenn sie nicht mehr an seinen Text gebunden wären und endlich selbst erzählen könnten, wer sie sind?
In einem skurrilen Workshop für „genesende Ibsen-Frauen“ treffen Nora, Hedda Gabler und andere Heldinnen aufeinander, um ihre eigene Version der Geschichte zu erzählen. Sie sprechen über Fehlinterpretationen, falsche Zuschreibungen, misslungene Übersetzungen, Mansplaining und alles, was ihr Autor ihrer Meinung nach falsch verstanden hat.
Zwischen Konzert, Komödie und feministischer Neuverhandlung des Theaterkanons lässt Sibyl Kempson Ibsens Figuren aus ihren Rollen ausbrechen und sich selbst neu erfinden.

Die Uraufführung findet am 24. Juni 2026 um 20 Uhr am English Theatre Berlin statt.
Weitere Aufführungen am 25. bis 27. Juni 2026.

18.06.2026 UA: MOZART. SCHWARZENEGGER. HITLER von Isabella Sedlak beim Mannheimer Sommer 2026

MOZART. SCHWARZENEGGER. HITLER
Eine Musikperformance von Isabella Sedlak

Regie und Konzept: Isabella Sedlak
Musik: Thomas Moked Blum

»Mozart. Schwarzenegger. Hitler.« – drei Namen, die für Österreich stehen. Diese musikalisch-szenische Performance lässt Mozart auf die Gegenwart treffen: zwischen TikTok und Rokoko entsteht eine Figur, die Genie, Popstar und Ausgebeuteter zugleich ist.
Autorin und Regisseurin Isabella Sedlak und Musiker Thomas Moked Blum verschränken Mozarts Melodien mit jüdischen, arabischen und lateinamerikanischen Traditionen – grotesk-humorvoll, hochpolitisch und eine Liebeserklärung an Mozart als transkulturellen Künstler im permanenten Remix. Als eine von vier Gewinnerproduktionen des Regiewettbewerbs »To the Edges« am Nationaltheater Mannheim wird die Musikperformance im Rahmen des Festivals Mannheimer Sommer zur Uraufführung gebracht.

Die Uraufführung im Rahmen des Mannheimer Sommer 2026 findet am 18. Juni 2026 um 20:30 Uhr im Festivalzentrum am Nationaltheater Mannheim statt.
Weitere Aufführungstermine am 19. und 21. Juni 2026.

Calle Fuhr mit dem Dr. Otto Kasten-Preis 2026 ausgezeichnet!

Calle Fuhr erhält den Dr. Otto Kasten-Preis 2026!

Der Preis wurde im Rahmen der Jahrestagung des Deutschen Bühnenvereins in diesem Jahr mit dem Schwerpunkt »Theater als demokratischer Raum« verliehen. Er ehrt Theatermacher:innen und szenische Gestalter:innen, die mit der Öffnung des Raumes experimentieren – im wörtlichen wie im übertragenen Sinne.

Aus der Jury-Begründung:
»Calle Fuhrs Theater schafft demokratische Erfahrungsräume: Mit großer inhaltlicher Präzision öffnet er Bühnen für Ambivalenz und öffentliche Auseinandersetzung. Seine Inszenierungen ermöglichen Begegnung statt Abgrenzung – und machen Theater zu einem Ort, an dem gesellschaftliche Konflikte gemeinsam verhandelbar werden«.