05.09.2026 Premiere: Anna Stiepani inszeniert DER TOLLSTE TAG am Theater in der Josefstadt

DER TOLLSTE TAG

von Peter Turrini
Regie: Anna Stiepani

Beaumarchais’ Komödie galt schon 1784 als politischer Skandal. Peter Turrini schrieb sie 1972 rigoros um und stellte sich die Frage: Was geschieht, wenn uns die Komödie nicht mehr retten kann?
Der Blick auf eine Elite, die sich an den ihr untergebenen Frauen vergeht, ist erschreckend aktuell.

Die Premiere findet am 5. September 2026 um 19:30 Uhr am Theater in der Josefstadt (Kammerspiele) in Wien statt.

05.09.2026 UA: FEJK von Yael Ronen am Dramaten in Stockholm!

FEJK (FAKE)

Text und Regie: Yael Ronen

Eine feministische Podcasterin, deren Ehe gerade spektakulär implodiert. Ein alternder schwedischer Popstar, der darauf besteht, Spanier zu sein, und verzweifelt versucht, an seiner Jugend festzuhalten – und an seinem sehr viel jüngeren Freund, der herausfinden will, wer er wirklich ist. Eine Self-Help-Ikone, die sich ein Imperium damit aufgebaut hat, anderen beizubringen, wie man die Geschichten seines Lebens neu schreibt, während sie ihr eigenes vielleicht doch nicht ganz so gut im Griff hat. Und zwei junge Journalist:innen, die in ihrer Beziehung radikale Ehrlichkeit praktizieren und entdecken, dass man sich, wenn einem die Realität nicht passt, jederzeit eine bessere erschaffen kann.

In FEJK (FAKE) richtet die gefeierte Autorin und Regisseurin Yael Ronen ihren scharfen komödiantischen Blick auf eine Welt, in der alle damit beschäftigt sind, die bestmögliche Version ihrer selbst zu konstruieren. Was mit kleinen Korrekturen an der eigenen Wirklichkeit beginnt, entwickelt sich zu falschen Identitäten, inszenierten Skandalen, fragwürdigen Wahrheiten und sehr menschlichen Gefühlen. Wenn wir uns ohnehin alle selbst performen – was macht dann eigentlich ein Selbst realer als ein anderes?

FEJK (FAKE) ist eine bissige Komödie über Liebe, Klasse, Identität, Selbstoptimierung, KI und unseren zunehmend kreativen Umgang mit der Wahrheit.

 

Die Uraufführung findet am 5. September 2026 um 19 Uhr am Dramaten in Stockholm statt.

Mehmet Akif Büyükatalay erhält Residenzstipendium der Stadt Köln in Partnerstadt Istanbul!

Mehmet Akif Büyükatalay © German Films/ Marcus Höhn

Die Stadt Köln vergibt das Residenzstipendium im “Atelier Galata” im Bereich Bildende Kunst an Mehmet Akif Büyükatalay. Ein internationaler Austausch sei für die Stadt Köln als Kunst- und Kulturstandort von zentraler Bedeutung und die Residenz in Istanbul trage dazu bei, die langjährige Städtepartnerschaft zu vertiefen und die lokale Szene durch künstlerische Vernetzung nachhaltig zu stärken. Mehmet Akif Büyükatalay wurde als Stipendiat im “Atelier Galata” für die Monate August und September ausgewählt.

Aus der Jurybegründung:
„In dem Essayfilm ,Kairo, Hagen, Istanbul‘ nimmt Mehmet Akif Büyükatalay den Film ,Minyeli Abdullah‘ (Abdullah aus Minya) aus der Bewegung des ‘Weißen Kinos’ zum Ausgangspunkt einer filmischen Recherche. Dabei wird ein Kreislauf von Übersetzungs- und Transformationsprozessen von Kairo, über Istanbul nach Hagen verfolgt: Von einem originär türkischen Narrativ, über dessen Übersetzung in die Form einer Märtyrergeschichte des kolonialen Ägyptens, zu seiner Rezeption und ideologischen Sinnstiftung innerhalb der türkischen Diaspora in Deutschland. Istanbul fungiert dabei als zentraler Raum der Übersetzung und steht im Mittelpunkt der Recherche. Die Jury hat die komplexe Verschränkung von historischen, theologischen und ideologischen sowie medientheoretischen Narrativen in einer persönlichen Reflexion über Erfahrungen von Ohnmacht und den Sehnsüchten der türkischen Diaspora beeindruckt.”

27.06.2026 Gastspiel: MAKE LOVE NOT WAR von Orit Nahmias am Schauspielhaus Bochum

MAKE LOVE NOT WAR.
A (ONE NIGHT) STAND-UP SHOW

von und mit Orit Nahmias

© Ute Langkafel MAIFOTO

In ihrer im Studio des Maxim Gorki Theaters uraufgeführten Solo-Show setzt sich Orit Nahmias mit der Angst vor dem Tod und der Lust am Leben auseinander. Mit brutaler Ehrlichkeit und Selbstironie taucht sie in die verworrene Schnittmenge von Liebe, Sex, Trauma und Politik ein – sich der Brisanz dieser Themen vollauf bewusst.

Das Gastspiel findet am 27. Juni 2026 um 18 Uhr im Oval Office am Schauspielhaus Bochum statt. 

24.06.2026 UA: A BEE IN THE HEART OF HER von Sibyl Kempson am English Theatre Berlin

A BEE IN THE HEART OF HER

von Sibyl Kempson
Regie: Sibyl Kempson und Daniel Brunet
Originalmusik von Robert M. Johanson (Nature Theatre of Oklahoma)
Performed by Sibyl Kempson, Robert M. Johanson and Daniel Brunet

Henrik Ibsen hat einige der berühmtesten Frauenfiguren der Theatergeschichte geschaffen. Doch was würden diese Frauen sagen, wenn sie nicht mehr an seinen Text gebunden wären und endlich selbst erzählen könnten, wer sie sind?
In einem skurrilen Workshop für „genesende Ibsen-Frauen“ treffen Nora, Hedda Gabler und andere Heldinnen aufeinander, um ihre eigene Version der Geschichte zu erzählen. Sie sprechen über Fehlinterpretationen, falsche Zuschreibungen, misslungene Übersetzungen, Mansplaining und alles, was ihr Autor ihrer Meinung nach falsch verstanden hat.
Zwischen Konzert, Komödie und feministischer Neuverhandlung des Theaterkanons lässt Sibyl Kempson Ibsens Figuren aus ihren Rollen ausbrechen und sich selbst neu erfinden.

Die Uraufführung findet am 24. Juni 2026 um 20 Uhr am English Theatre Berlin statt.
Weitere Aufführungen am 25. bis 27. Juni 2026.

18.06.2026 UA: MOZART. SCHWARZENEGGER. HITLER von Isabella Sedlak beim Mannheimer Sommer 2026

MOZART. SCHWARZENEGGER. HITLER
Eine Musikperformance von Isabella Sedlak

Regie und Konzept: Isabella Sedlak
Musik: Thomas Moked Blum

»Mozart. Schwarzenegger. Hitler.« – drei Namen, die für Österreich stehen. Diese musikalisch-szenische Performance lässt Mozart auf die Gegenwart treffen: zwischen TikTok und Rokoko entsteht eine Figur, die Genie, Popstar und Ausgebeuteter zugleich ist.
Autorin und Regisseurin Isabella Sedlak und Musiker Thomas Moked Blum verschränken Mozarts Melodien mit jüdischen, arabischen und lateinamerikanischen Traditionen – grotesk-humorvoll, hochpolitisch und eine Liebeserklärung an Mozart als transkulturellen Künstler im permanenten Remix. Als eine von vier Gewinnerproduktionen des Regiewettbewerbs »To the Edges« am Nationaltheater Mannheim wird die Musikperformance im Rahmen des Festivals Mannheimer Sommer zur Uraufführung gebracht.

Die Uraufführung im Rahmen des Mannheimer Sommer 2026 findet am 18. Juni 2026 um 20:30 Uhr im Festivalzentrum am Nationaltheater Mannheim statt.
Weitere Aufführungstermine am 19. und 21. Juni 2026.

Calle Fuhr mit dem Dr. Otto Kasten-Preis 2026 ausgezeichnet!

Calle Fuhr erhält den Dr. Otto Kasten-Preis 2026!

Der Preis wurde im Rahmen der Jahrestagung des Deutschen Bühnenvereins in diesem Jahr mit dem Schwerpunkt »Theater als demokratischer Raum« verliehen. Er ehrt Theatermacher:innen und szenische Gestalter:innen, die mit der Öffnung des Raumes experimentieren – im wörtlichen wie im übertragenen Sinne.

Aus der Jury-Begründung:
»Calle Fuhrs Theater schafft demokratische Erfahrungsräume: Mit großer inhaltlicher Präzision öffnet er Bühnen für Ambivalenz und öffentliche Auseinandersetzung. Seine Inszenierungen ermöglichen Begegnung statt Abgrenzung – und machen Theater zu einem Ort, an dem gesellschaftliche Konflikte gemeinsam verhandelbar werden«.

13.06.2026: Calle Fuhr mit KRIEG UND FRIEDEN zu Gast bei den ATT 2026!

KRIEG UND FRIEDEN. Ein Bühnenessay über Russland, die Ukraine und die Wehrpflicht
von Calle Fuhr in Kooperation mit CORRECTIV

Eine Produktion des Schauspiel Köln

In seinem neuen Bühnenessay stellt sich Calle Fuhr der Frage, wie eine zeitgemäße Sicherheitspolitik aussehen könnte. Braucht Deutschland wieder eine Wehrpflicht? Oder ist die neue Aufrüstung einfach übertrieben? Auf der Suche nach Antworten durchleuchtet er die Geschichte von Wladimir Putin, die Korruption rund um die Nordstream Pipelines und Russlands Strategien, um westlichen Demokratien zu schaden.

Das Gastspiel im Rahmen der Autor:innenTheaterTage 2026 findet am 13. Juni 2026 um 20:30 Uhr am Deutschen Theater statt.

13.06.2026 Premiere: MEIN KLEINES PRACHTTIER | Kostüm: Belle Santos | Münchner Kammerspiele

MEIN KLEINES PRACHTTIER

Nach dem Roman von Lucas Rijneveld
Aus dem Niederländischen von Helga van Beuningen

Regie: Leonie Böhm
Kostüm: Belle Santos

MEIN KLEINES PRACHTTIER handelt von einem Mann, der einer fatalen Leidenschaft nachgibt, und einer jungen Frau auf der Suche nach Geborgenheit und einem Platz im Leben – und von der zunehmenden Faszination, die beide füreinander entwickeln. In Leonie Böhms Inzenierung, für die Belle Santos das Kostümbild entwirft, wird die imaginierte Perspektive eines Mannes, der sich gnadenlos mit dem eigenen Gewaltpotenzial auseinandersetzt, zum Ausgangspunkt für eine spielerische Untersuchung von drei Frauen.

Die Premiere findet am 13. Juni 2026 um 20 Uhr im Schauspielhaus der Münchner Kammerspiele statt.

30.05.2026 Premiere: Anna Stiepani inszeniert FRANKENSTEIN am Theater Kiel

FRANKENSTEIN frei nach Mary Shelley

Regie: Anna Stiepani
Junges Theater

Anna Stiepani überschreibt den großen Klassiker, in dem der Wissenschaftler zum Opfer seiner eigenen Ambitionen wird und die Grenzen zwischen Schöpfung und Selbstbestimmung verschwimmen, und geht mit dem zeitlosen Mythos Frankenstein der Frage nach: Was macht uns menschlich?

Die Premiere findet am 30. Mai 2026 um 19:30 Uhr im Theater im Werftpark am Theater Kiel statt.