Autor: Sandra Wolf
Calle Fuhr mit dem Dr. Otto Kasten-Preis 2026 ausgezeichnet!
Calle Fuhr erhält den Dr. Otto Kasten-Preis 2026!
Der Preis wurde im Rahmen der Jahrestagung des Deutschen Bühnenvereins in diesem Jahr mit dem Schwerpunkt »Theater als demokratischer Raum« verliehen. Er ehrt Theatermacher:innen und szenische Gestalter:innen, die mit der Öffnung des Raumes experimentieren – im wörtlichen wie im übertragenen Sinne.
Aus der Jury-Begründung:
»Calle Fuhrs Theater schafft demokratische Erfahrungsräume: Mit großer inhaltlicher Präzision öffnet er Bühnen für Ambivalenz und öffentliche Auseinandersetzung. Seine Inszenierungen ermöglichen Begegnung statt Abgrenzung – und machen Theater zu einem Ort, an dem gesellschaftliche Konflikte gemeinsam verhandelbar werden«.
13.06.2026: Calle Fuhr mit KRIEG UND FRIEDEN zu Gast bei den ATT 2026!
KRIEG UND FRIEDEN. Ein Bühnenessay über Russland, die Ukraine und die Wehrpflicht
von Calle Fuhr in Kooperation mit CORRECTIV
Eine Produktion des Schauspiel Köln
In seinem neuen Bühnenessay stellt sich Calle Fuhr der Frage, wie eine zeitgemäße Sicherheitspolitik aussehen könnte. Braucht Deutschland wieder eine Wehrpflicht? Oder ist die neue Aufrüstung einfach übertrieben? Auf der Suche nach Antworten durchleuchtet er die Geschichte von Wladimir Putin, die Korruption rund um die Nordstream Pipelines und Russlands Strategien, um westlichen Demokratien zu schaden.
Das Gastspiel im Rahmen der Autor:innenTheaterTage 2026 findet am 13. Juni 2026 um 20:30 Uhr am Deutschen Theater statt.
13.06.2026 Premiere: MEIN KLEINES PRACHTTIER | Kostüm: Belle Santos | Münchner Kammerspiele
MEIN KLEINES PRACHTTIER
Nach dem Roman von Lucas Rijneveld
Aus dem Niederländischen von Helga van Beuningen
Regie: Leonie Böhm
Kostüm: Belle Santos
MEIN KLEINES PRACHTTIER handelt von einem Mann, der einer fatalen Leidenschaft nachgibt, und einer jungen Frau auf der Suche nach Geborgenheit und einem Platz im Leben – und von der zunehmenden Faszination, die beide füreinander entwickeln. In Leonie Böhms Inzenierung, für die Belle Santos das Kostümbild entwirft, wird die imaginierte Perspektive eines Mannes, der sich gnadenlos mit dem eigenen Gewaltpotenzial auseinandersetzt, zum Ausgangspunkt für eine spielerische Untersuchung von drei Frauen.
Die Premiere findet am 13. Juni 2026 um 20 Uhr im Schauspielhaus der Münchner Kammerspiele statt.
30.05.2026 Premiere: Anna Stiepani inszeniert FRANKENSTEIN am Theater Kiel
FRANKENSTEIN frei nach Mary Shelley
Regie: Anna Stiepani
Junges Theater
Anna Stiepani überschreibt den großen Klassiker, in dem der Wissenschaftler zum Opfer seiner eigenen Ambitionen wird und die Grenzen zwischen Schöpfung und Selbstbestimmung verschwimmen, und geht mit dem zeitlosen Mythos Frankenstein der Frage nach: Was macht uns menschlich?
Die Premiere findet am 30. Mai 2026 um 19:30 Uhr im Theater im Werftpark am Theater Kiel statt.
22.05.2026 UA: ZIRKUS KAFKA von Roy Chen am Schauspiel Frankfurt
ZIRKUS KAFKA
von Roy Chen
übersetzt von Matthias Naumann
Musik: Thomas Moked Blum
In Roy Chens Stück für das Schauspiel Frankfurt fordern die Figuren aus Kafkas letztem Buch ihren Platz in der Geschichte ein. Sie sind vier Zirkusartisten, nicht besonders erfolgreich, aber unbestreitbar einzigartig. Sie spiegeln die Opfer wider, die die Kunst den Künstler:innen abverlangt: Muss ein Künstler immer hungrig sein? Wie ausgiebig muss das Monster namens Publikum gefüttert werden, bevor es zufrieden ist? Wo ist die Grenze zwischen Bühne und Privatleben? Kann man überhaupt Kunst machen, ohne das eigene Leben dafür zu opfern?
Der in Deutschland lebende Regisseur Dor Aloni und der in Israel bekannte Autor Roy Chen tauchen in dieser Zusammenarbeit in das Universum von Franz Kafka ein und finden Figuren, die in der Auseinandersetzung mit ihrer Kunst Fragen von Moral, Ruhm, Identität und Zugehörigkeit verhandeln.
Die Uraufführung findet am 22. Mai 2026 um 20 Uhr am Schauspiel Frankfurt (Kammerspiele) statt.
22.05.2026 Berlin-Premiere: ENDLICH | Bühne: Mirjam Stängl, Kostüme: Sabrina Bosshard
ENDLICH
Ein Musiktheater von Asia Ahmetjanova und Franziska Angerer
Uraufführung am 10. Mai 2026 in der Freiheitshalle München
im Rahmen der Münchener Biennale – Festival für neues Musiktheater
Koproduktion der Münchener Biennale und Deutschen Oper Berlin
Bühne/Licht: Mirjam Stängl
Kostüme: Sabrina Bosshard
Nach der Uraufführung in München kommt die Musiktheaterproduktion ENDLICH nun nach Berlin. Es geht darin um das Verhältnis zum Tod und unseren Umgang mit dem eigenen Verfall. Mit einer Gruppe von alten Menschen wird das Publikum mit dem Blick auf die eigene Endlichkeit und das Alter mit all seinen Zuschreibungen konfrontiert. In poetischen Bildern entsteht ein gemeinschaftliches Ritual zwischen Mythologie und Performance, das nach einer lustvollen Hingabe zu dieser letzten Konsequenz des Lebens sucht.
Die Berlin-Premiere findet am 22. Mai 2026 um 20 Uhr in der Tischlerei an der Deutschen Oper Berlin statt.
Lola Fuchs erhält Carl-Zuckmayer-Arbeitsstipendium 2026!

Im Rahmen der offiziellen Eröffnung des PLUG & PLAY Theaterfestival für junge Regie wurde am 14. Mai 2026 zum dritten Mal das Carl-Zuckmayer-Arbeitsstipendium des Ministeriums für Familie, Frauen, Kultur und Integration am Staatstheater Mainz verliehen.
Ihr wird das Stipendium zur Förderung der europäischen Gegenwartsdramatik und zur Erinnerung an den politischen Dramatiker Carl Zuckmayer für das Konzept eines neu zu schreibenden Theaterstücks mit dem Titel Pech entkommt man nicht. Ein Aufstiegsmärchen (frei nach Frau Holle). Im Rahmen des nächsten PLUG&PLAY Festivals wird der neue Stücktext in einer Lesung der Öffentlichkeit vorgestellt.
„Mit Lola Fuchs erhält dieses Jahr eine junge Dramatikerin, Schauspielerin und Regisseurin das Carl-Zuckmayer-Arbeitsstipendium, die mit großer künstlerischer Eigenständigkeit und einem feinen Gespür für gesellschaftliche Themen überzeugt.“, würdigt Kulturministerin Katharina Binz die Preisträgerin.
18.05.2026: Penda Diouf und Marius von Mayenburg zu Gast beim WORLD VOICES Festival in New York
Im Rahmen des WORLD VOICES Festivals am Martin E. Segal Center in New York finden Lesungen der Texte von Penda Diouf und Marius von Mayenburg und anschließend jeweils ein Gespräch mit den Autor:innen statt.
16:00 Uhr (EDT): Penda Diouf mit JULIUS
Englische Übersetzung von Amelia Parenteau
19:00 Uhr (EDT): Marius von Mayenburg mit ELLEN BABIĆ
Englische Übersetzung von Daniel Brunet
Veranstaltungsort: Martin E. Segal Theatre Center, 365 5th Ave, New York, NY 10016, USA
16.05.2026 UA: Ayla Pierrot Arendt inszeniert ANFÄNGE am Staatstheater Darmstadt
ANFÄNGE
Konzept & Regie: Ayla Pierrot Arendt
In ihrem spartenübergreifenden musikalisch-theatralen Triptychon, das sie mit einem Team aus europäisch-internationalen Künstler*innen für das KI-Festival am Staatstheater Darmstadt konzipiert und umgesetzt hat, erzählt Ayla Pierrot Arendt von den Bedingungen und Bedeutungen eines Anfangs – als Verheißung, als Bruch und als Konsequenz. In drei Akten erleben wir drei dystopische (oder utopische?) Welten, die uns mit dem Ende der Welt ebenso konfrontieren wie mit der Frage nach einem Neubeginn. Wie sieht das Paradies eigentlich aus? Was weckt Hoffnung in uns? Liegt in jedem Ende auch ein Anfang?
Die Premiere findet am 16. Mai 2026 um 19 Uhr im Staatstheater Darmstadt (Großes Haus) statt.
Weiterer Aufführungstermin am 28. Mai 2026 um 19:30 Uhr.