Heldenplätze

Calle Fuhr

SYNOPSIS

In Theresas Erinnerung war ihre Familie nur glücklich, wenn sie zusammen beim Fernsehgerät saßen: Ein Wohnzimmer im Salzburger Vorort, auf dem Bildschirm läuft DER SCHWARZE BLITZ, vor der Kamera strahlt Toni Sailer – der Held ihres Bruders Pepi. Im tragischen Autounfall, an dem Theresa sich beteiligt fühlt, kommt Pepi ums Leben und die Familie zerfällt.
Jahre später gelangen die Vorwürfe zu körperlicher Gewalt, Machtmissbrauch und Vertuschung gegen Toni Sailer an die Öffentlichkeit, und Theresa ist innerlich zerrissen: Wie war wirklich dieses Idol einer ganzen Nation? Woran soll sie fortan glauben, woran sich erinnern?
Ein Monolg so ergreifend wie ein antikes Drama, wo das Schicksal willkürlich über die Leben entscheidet und die sündigen Götter von Podesten stürzt.

Besetzung

Damen: 1

Darsteller*innen: 1

Aufführungsgeschichte

UA: Volkstheater Wien 2021

Ob BAWAG-Skandal oder die Ibiza-Affäre: Hinter diesen Skandalen stehen Menschen, die Journalist:innen mit sensiblen Informationen versorgt haben. In Zusammenarbeit mit DOSSIER rückt Regisseur und Autor Calle Fuhr nun eine dieser Quellen in den Mittelpunkt seines Stücks.
Über mehrere Monate hinweg führte er Gespräche mit Journalisten aus Österreich und Deutschland, um die Mechanismen des sogenannten Whistleblowings besser zu verstehen. Dabei gelang es ihm auch, persönlichen Kontakt zu einigen Quellen aufzunehmen. Die daraus entstandene Geschichte ist natürlich fiktiv – wenn auch voller Anspielungen auf reale Fälle.